Brandenburger Klostersommer 2004

So sieht die Presse "Ein Stück vom Paradies"

  

"Potsdam am Sonntag", 25. Juli 2004:

Domgarten lockt mit Poesie & Menü
Über die Grenzen der Havelstadt Brandenburg hinaus hat sich der Brandenburger Klostersommer, eine Veranstaltung des event-theaters, einen Namen gemacht...



"Märkische Allgemeine Zeitung", 22. Juli 2004

Viel Spaß im Paradies- schon vor der Premiere
... Wer, wie der Stadtkurier, einmal Mäuschen bei der Probenarbeit spielen darf, wird seinen Spaß daran haben. Aus der Ruhe bringen lassen sich die Darsteller nicht. Sie sind alle gut drauf. Scherzen, lachen, haben sichtlichen Spaß an dem, was sie tun. Ganz wie es sich für Profis gehört. Eines steht deshalb schon vor der Premiere fest: Auch das Publikum wird seinen Spaß an "Ein Stück vom Paradies" haben....



"Potsdamer Neueste Nachrichten", Juli 2004

In historisch reizvoller Kulisse

...Einen konkreten Ort der Annäherung an das Paradies haben die Veranstalter des Brandenburger Klostersommers 2004 gefunden. Bezaubernde Tanz- und Musikdarbietungen, vergnügliche und nachdenkliche Texte laden zum kulturellen Genuss rund um das Thema Paradies und Schlaraffenland ein. Man trifft sich in historisch reizvoller Kulisse im überdachten Garten auf dem Domgelände...



MAZ, 20. Juli 2004

Ein Preisträger im Paradies



... Für seine Produktion "Ein Stück vom Paradies" hat Hank Teufer den bekannten Pianisten und Komponisten Dmitri Pavlov gewinnen. Der aus Russland stammende Komponist erhielt am 4. Juni dieses Jahres für sein filmmusikalisches Schaffen von Präsident Putin den Staatspreis der Russischen Föderation. Nicht als Komponist, sondern als Pianist wird der 44jährige die Brandenburger und ihre Gäste beim Klostersommer erleben. Dabei werden sie spüren, dass seine Liebe zur klassischen Musik das Vergnügen an Jazz und Pop nicht ausschließt. Und dass er mit Unterhaltungsmusik ebenso souverän umgeht wie mit ernster Musik...



Maz ab 17. Juli 2004

Der Kulturkalender
...Ganz nach Goethe:" Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er hinterlässt, ist bleibend."....



Der Preußenspiegel, 11. Juli 2004

Klostersommer, Klappe III
... Nachdem das Team um Hank Teufer 2002 mit dem Tourismuspreis des Landes und 2003 mit dem Qualitätsgütesiegel für den Brandenburgischen Tourismus ausgezeichnet wurde, ... wird die Erfolgsserie fortgesetzt - an lauen August-Abenden...



Nabucco

Märkische Allgemeine Zeitung, 05.07.2004

Gifttod im Domgarten

Schlesische Staatsoper Bytom begeisterte mit Nabucco-Aufführung

ANDRÉ WIRSING
Es war ein Experiment mit ungewissem Ausgang - und wurde ein voller Erfolg. Von mehr als 1200 Zuschauern ist am Sonnabend im Garten des Domes die Aufführung der Schlesischen Staatsoper Bytom von Giuseppe Verdis Oper "Nabucco" gefeiert worden. Das mehr als 90 Frauen und Männer zählende Ensemble hatte das Publikum beinahe drei Stunden lang mit der 587 vor Christi in Babylon und Jerusalem spielenden Freiheitsoper in Atem gehalten.

Die Aufführung war ein meteorologisches wie organisatorisches Experiment. Noch am Nachmittag waren drei kräftige Regenschauer über der Stadt niedergegangen, bis fünf Minuten vor Einlass sind die Stühle trockengewischt worden. Doch das Wetter hielt, sogar blauer Himmel war stellenweise zu sehen. Organisiert hatten das Spektakel Hank Teufer vom event-theater Brandenburg und Michael Walendy von Wazapo Concerts Magdeburg: "Als das Angebot an die Stadt kam, wurde ich von der Verwaltung gefragt, ob ich mich kümmere. Im vorigen Sommer gab es den ersten Kontakt. Wir beide haben dann ein Handschlag-Geschäft auf absoluter Vertrauensbasis geschlossen. Es war ein Risiko, hat sich aber ausgezahlt", erzählt Teufer.

Für die Zuschauer allemal. Sänger, Darsteller und Musiker waren wettergeschützt. Der etwas gedämpfte Klang des Orchesters unterm Zeltdach wurde über die leistungsstarke Soundanlage hervorragend ausgesteuert, Dirigent Andrzej Knap führte seine Musiker behutsam und mit sparsamen Bewegungen durchs Werk. Die Sänger lieferten ihren Part routiniert - im besten Sinne. In fast gleicher Besetzung haben sie bereits vor zehn Jahren eine in hoher Auflage verkaufte Nabucco-CD aufgenommen.

Mit großer, aber nicht übertriebener Gestik agierte Gabriela Silva als intrigante Abigaille bis zu ihrem freiwilligen Gifttod. Pawel Kajdzerski als Nabucco begann verhalten, steigerte sich aber furios, brillierte ab der Szene, in der er die Götter verhöhnt, vom Blitz getroffen und zeitweise mit Wahnsinn geschlagen wird. Nicht ganz so kraftvoll wie man es aus verschiedenen anderen Interpretationen kannte, erklang während der Aufführung der berühmte Chor der gefangenen Hebräer "Va pensiero, sull'ali dorate". Das holten die Sängerinnen und Sänger mit umso größerer Vehemenz während der Zugabe nach.

Der Blick des Zuschauers wurde nicht durch ein übermäßig pompöses Bühnenbild abgelenkt - vier stilisierte Zentauren, ein Thron mit Flügeln, eine Rampe und Baals Gesicht als angestrahlte Relieftapete genügten. Die Kostüme der Darsteller waren dafür umso aufwendiger. Einbezogen wurde auch die natürliche Umgebung: Die Wände der Domklausur waren in verschiedenen Farben mit Lichtspielen angestrahlt. Die Kulisse zwischen Domlinden und Dom animierte auch den Zuhörer Innenminister Jörg Schönbohm zu der Aussage: "Es wärmt einem immer wieder das Herz, wenn ich hierher komme." Er sei deshalb auch Mitglied im Domkuratorium geworden, um das Schöne zu bewahren.

Teufer und seine Partner wollen die Hochkultur für ein breites Publikum bewahren - die Openairoper soll es im Sommer 2005 wieder geben. Am 6. August erklingt zum Abschluss der Ruder-Junioren-WM George Bizets "Carmen". "Sobald der Vertrag mit dem Domstift steht, beginnen wir mit dem Kartenvorverkauf", verspricht Teufer. Und eine Erfahrung hat er von 2004 mitgenommen: Sollte die Nachfrage wieder so groß sein, ist ein zweiter Aufführungstermin für den 7. August reserviert.



Jedermann

07.06.2004, Märkische Allgemeine Zeitung

Geld ist kein Freund

Beeindruckende "Jedermann"-Premiere mit TV-Star Schmidt-Schaller

UNDINE DROGI

Hank Teufer, Chef des "Event-Theaters", strahlte am Freitagabend über das ganze Gesicht. Das hatte einen guten Grund, denn die Premiere des Stückes "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal - gespielt vom Theater "Klassik am Meer" - in der Gotthardtkirche war ein voller Erfolg. Und gleichzeitig ein mehr als würdiger Auftakt für den von der MAZ präsentierten Klostersommer 2004. Das hat Hank Teufer vor allem der brillanten Leistung der Schauspieler zu verdanken. Allen voran "Jedermann", Andreas Schmidt-Schaller - bekannt als "Polizeiruf 110"-Kommissar und aus "Soko Leipzig" -, der auch auf der Bühne eine Klasse für sich ist. Er gab den reichen Mann, der von seinem nahenden Tod erfährt, so authentisch, als würde er seit Jahren auf seiner Yacht vor San Tropez kreuzen. Er warf mit dem Geld nur so um sich und doch machte er glaubhaft, dass dem Prasser das Geldausgeben keine rechte Freude bereitet, ja ihn fast langweilt.

Theaterküsse nicht nur gehaucht

In nichts nach standen ihm bei der Premiere die anderen Schauspieler des Theaters, das schon im vergangenen Jahr mit "Faust" den Klostersommer eröffnete. Wenn Jedermann und seine Geliebte "Buhlschaft" sich in den Armen lagen, knisterte es geradezu vor Erotik. In ihrem schulterfreien, schwarzen Spitzenkleid war Andrea Aust unwiderstehlich - und mancher Zuschauer muss die angedeuteten Theaterküsse für echte Zuneigung gehalten haben.

Besonders eindrucksvoll spielte Jürgen Zartmann den Mammon - ruppig und herrschsüchtig wie das Geld eben ist. Er muss, ganz in einen goldenen Umhang gehüllt, dem Jedermann beibringen, dass er der Einzige sein wird, der ihn auf dem Gang in den Tod begleiten wird.

So wächst die Verzweiflung des Lebemanns, den nur die todesverachtende Liebe irgendeiner treuen Seele vor dem nahenden Ende bewahren könnte. Darüber freut sich besonders der Teufel, wahrhaftig satanisch verkörpert von Sven Riemann. Der ist so in seine Rolle vernarrt, dass er sich extra die Haare hat länger wachsen lassen, um daraus kleine Hörnchen zu formen.

Die Spielfreude war bemerkenswert, gerade wenn man die nicht gerade sommerlichen Temperaturen in Sankt Gotthardt in Betracht zieht. Obwohl es im Licht der Scheinwerfer für das Ensemble sicherlich etwas angenehmer war als für die Zuschauer. Die verfolgten das Spektakel in dicken Mänteln und Jacken. Dennoch ist der Ort der Aufführung wie geschaffen für eine solche Inszenierung. Das Publikum konnte die Helden hautnah erleben. Denn das Geschehen spielte sich nicht nur vorn auf der Bühne ab, die dank Bühnenbildner Frank Schult durch ihre Schlichtheit bestach. Die Schauspieler nutzen auch die Gänge zwischen den Zuschauerreihen.

Regisseur Jürgen Kern war zufrieden. "Mit 'Jedermann' ist das immer so eine Sache. Und ich bin am Ende immer wieder von der Umsetzung begeistert", sagte er bei der Premierenfeier. Aber nicht nur die Profis überzeugten. Auch die sieben Brandenburger Laiendarsteller, die in die Rollen der Schuldknechte, Festgäste und Engel schlüpfen, meisterten ihre Parts, als sei das Mimenspiel ihr Brotverdienst.

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