MITFontane – an die See

Die Liebe zur See wurde in Theodor früh geweckt, als er im Alter von 8 Jahren 1827 mit der Familie in das aufstrebende preußische Hafenstädtchen Swinemünde übersiedelte. Die väterliche Apotheke lag nicht weit vom „Strom“, der Mündung der Swine in das Stettiner Haff. Die Abenteuer des Jungen im Ort, in den Dünen und am Wasser hat der alte Fontane in seine „Kinderjahre“ hineingeschrieben. Man fühlte sich als Seemänner und Piraten, wenn man in Störtebekers Kuhle lagerte. Später wurde der Ort zum Vorbild für den Schicksalsort Kressin in seinem Altersroman „Effi Briest“.

Sommerfrischen besuchte Theodor meist allein in Warnemünde, Heringsdorf und Ahlbeck. In Warnemünde wurde er vom Ausbruch des Krieges gegen Frankreich 1870 überrascht.

An der Nordsee hielt sich Fontane meist in Norderney auf, so wenn er im gräflichen Archiv der Knyphausens in der Lütetsburg für sein Kapitel Hoppenrade in „Fünf Schlösser” recherchierte. Die Reise dorthin und von dort war oft abenteuerlich, wenn er in Hannover, Bremen, Emden oder Oldenburg strandete und mit dem Raddampfer in den mondänen Kurort Norderney reiste. Er genoss dort Meer, Strand und Luft, war aber oft einsam und erkältet und konnte sich das Leben dort eigentlich nicht leisten. Das alles hat er in den vielen Briefen an seine Frau geschildert.

Aus diesen Briefen und Tagebucheinträgen lesen Hank Teufer und Karen Schneeweiß-Voigt als Ehepaar Fontane. Gunter Dörhöfer führt als Erzähler durch das Programm und der Meister des Knopf-Akkordeons Maxim Shagaev sorgt für musikalische Interludien.

Foto: Bernd Krug

Tickets:
Abendkasse: 20,00 EUR/ ermäßigt 17,00 EUR
Im Vorverkauf: 17,50 EUR/ ermäßigt 14,20 EUR

Tickets an allen bekannten Vorverkaufsstellen und RESERVIX

Hilde Domin – Ich ging heim in das Wort

Hilde Domin, als Kind jüdischer Eltern 1909 in Köln geboren, hatte 22 Jahre im Exil gelebt, bevor sie 1954 nach Deutschland zurückkehrte. Die meiste Zeit ihres Exils verbrachte sie in der Dominikanischen Republik, der sie auch ihren Künstlernamen entlieh.
Den Beginn ihrer schriftstellerischen Tätigkeit mit Anfang 40 bezeichnete sie als eine Neugeburt. „Ich stand auf und ging heim in das Wort, von wo ich unvertreibbar bin. Das Wort aber war das deutsche Wort. Deswegen fuhr ich zurück über das Meer, dahin, wo das Wort lebt.“
Die Schauspielerin Karen Schneeweiß-Voigt trägt Gedichte und autobiographische Schriften Hilde Domins vor. Die Musikerin Katharina Burges gestaltet den Abend mit eigenen Kompositionen und denen jüdischer Komponisten.

Foto: André Wlodarski

 

 

 

Tickets:
Abendkasse: 20,00 EUR/ ermäßigt 17,00 EUR
Im Vorverkauf: 17,50 EUR/ ermäßigt 14,20 EUR

Tickets an allen bekannten Vorverkaufsstellen und RESERVIX

Spioninnen

Unterwegs in geheimer Mission mit Hagen Kunze

Mata Hari ist sicher die bekannteste Spionin aller Zeiten, doch ihr Leben steht exemplarisch für viele Frauen, die ein Leben voller Gefahren und Geheimnisse gewählt haben. Ein Abend mit packenden und bewegenden Erzählungen über die weibliche Seite der Spionage, eines mit Mythen umwobenen und doch sehr realen Gewerbes. Geschichten von Frauen, die aus ganz verschiedenen Motiven zu Agentinnen, Verschwörerinnen oder Landesverräterinnen wurden und deren Historie erzählt werden soll, um sie dem Vergessen zu entreißen. Hagen Kunze liest aus seinem Buch „Spioninnen“, plaudert über Geschichte, beantwortet Fragen der Gäste und signiert.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Stadt Brandenburg an der Havel innerhalb der Frauenwoche.

Tickets: Vorverkauf: 14,20 EUR/ ermäßigt 12,00 EUR
Abendkasse: 17 EUR / ermäßigt 15 EUR

Tickets an allen Vorverkaufsstellen und online bei Reservix

MITFontane – ins Gebirge

Die Veranstaltung wurde vom 19. April auf den 11. Oktober 2020 verschoben. Ihre bereits gekauften Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Wenn es im Sommer in Berlin zu stickig wurde, dann zog es Theodor Fontane, allein oder mit Familie, in die Sommerfrischen. Das waren die Berge oder die See, die frische Luft und Ruhe versprachen. Als Bergregionen besuchte Fontane beispielsweise den Harz oder das Riesengebirge, die beide von Berlin gut zu bereisen waren, Das große Hotel Zehnpfund im Harz, in dem sich das gesellschaftliche Leben ballte und von wo der Weg ins romantische Bodetal führte, diente Fontane als Ausgangspunkt, um an seinen Romanen zu arbeiten und Ausflüge in die Umgebung zu unternehmen. Eindrücke aus dieser Zeit schlugen sich literarisch in seinem Roman „Cecile“ nieder, welcher im Urlaubsmilieu des Hotels Zehnpfund spielt. Auch ins nördliche Vorland des Riesengebirges zog es die Fontanes mit Sack und Pack immer wieder. Überall ergaben sich interessante Kontakte und Erlebnisse, die sich im Roman „Quitt“ wiederfinden, in welchem es sogar um einen Mord geht. Auch in den „Poggenpuhls“ werden die Erlebnisse mit den Berliner Sommerfrischlern im Riesengebirge verarbeitet. Das grandiose Hochgebirge des Schweizer Oberlands verarbeitet Fontane in den Romanen „Unwiederbringlich“ und „Stechlin“.

Karen Schneeweiß-Voigt und Hank Teufer zitieren aus diesen Werken in ihrer unterhaltsamen szenischen Lesung. Musikalisch begleitet wird der literarische Sonntagnachmittag von Martin Sander, dem 2. Solotrompeter der Brandenburger Symphoniker. Ein Herbstbuffet nach der Veranstaltung kann optional dazu gebucht werden.

Mitwirkende:

Theodor Fontane: Hank Teufer
Emilie Fontane: Karen Schneeweiß-Voigt
Textfassung / Erzähler: Gunter Dörhöfer
Musik: Martin Sander

Preis: 20,00 EUR/ ermäßigt 17,00 EUR
Im Vorverkauf: 17,50 EUR/ ermäßigt 14,20 EUR inkl. VVK-Gebühren
Inklusive Herbstbuffet (nur im Vorverkauf): 33,80 EUR/ ermäßigt 30,50 EUR

Tickets gibt es an allen Vorverkaufsstellen und bei Reservix.

Foto: Bernd Krug

 

Walter Plathe – Ich habe nichts ausgelassen

Walter Plathe – auf der Bühne gab er den verführerischen Liliom, den schelmischen Schwejk, den tragischen Professor Unrat. In Filmen spielte er komische und ernste Rollen, im Fernsehen war er siebzehn Jahre lang der bodenständig-sympathische »Landarzt«. So schillernd und vielseitig die Rollen, so geradlinig und direkt der Charakter dahinter. Walter Plathe eine echte Berliner Pflanze, ein Typ mit Herz und Schnauze, ein Volksschauspieler, der festhält an seinem Credo: „Die Mutter vons Janze ist das Theater!“

Schon sein Großvater betrieb ein privates Volkstheater, doch die Familie warnte den Jungen vor der brotlosen Kunst. So lernte er erst Verkäufer in einer Zoohandlung, verschrieb sich aber schließlich mit Haut und Haar der Schauspielerei, denn: „Ich musste mich entscheiden zwischen meiner Tierliebe und der Lust auf Verstellung und Spiel“. Mit viel Humor erzählt Plathe seine Lebensgeschichte.

Im ersten Teil der Veranstaltung liest Walter Plathe aus seinem Buch „Ich habe nichts ausgelassen“. Im zweiten Teil beantwortet Walter Plathe die Fragen des Publikums. Marten Sand (Direktor des Seefestivals Wustrau) moderiert diese Talkrunde.

Auf Wunsch kann ein Kaffeegedeck (ab 15 Uhr) dazu gebucht werden.

Der Lämmerstall des Domstiftsguts ist nicht beheizbar. Bedenken Sie das bitte bei der Wahl Ihrer Kleidung.

Ein Großraumtaxi steht von 14:30 Uhr bis 14:40 Uhr am Taxistand Steinstraße / Neustädtischer Markt in Brandenburg an der Havel bereit. Fragen zum Taxi-Transfer beantwortet Ihnen unser Partner Taxi-Kraft-Blum unter 03381-40 35 36.

Tickets:

Abendkasse: 20,00 EUR/ ermäßigt 17,00 EUR
Im Vorverkauf: 17,50 EUR/ ermäßigt 14,20 EUR inkl. VVK-Gebühren
Mit Kaffeegedeck:  23,37 EUR / ermäßigt 20,07 EUR inkl. VVK-Gebühren

Tickets an allen Vorverkaufsstellen und bei Reservix.