Ökofilmtour 2020 – Gegen den Strom – Abgesagt!

Alle Veranstaltungen der Ökofilmtour bis 19.04. sind abgesagt worden.

Halla ist scheinbar eine gutherzige Frau, die abgesehen von ihrem Beruf als Chorleiterin zumeist für sich bleibt, doch die 50-Jährige führt ein Doppelleben: In ihrer Freizeit engagiert sie sich unter dem Decknamen „The Woman of the Mountain“ als Umweltaktivistin und hat insbesondere der Schwerindustrie in Island den Krieg erklärt. Mit Vandalismus und schließlich sogar Industriesabotage bekämpft sie die Aluminiumhersteller in ihrem Land und kann so tatsächlich die Verhandlungen zwischen der isländischen Regierung und einem großen Investor zum Erliegen bringen. Doch dann tritt eine Waise in ihr einsames Leben, als ihr fast schon vergessener Adoptionsantrag auf einmal bewilligt wird. Parallel dazu plant Halla noch eine letzte Aktion, um ihre Heimat zu retten.
Ökothriller, Abenteuerfilm, Märchen und Komödie – Benedikt Erlingssons Film über eine Umweltaktivistin auf dem Kriegspfad ist all das und noch mehr: großes, originelles Arthousekino.

Trailer

Drama, Komödie – Island 2018
Länge: 100 Minuten, FSK: ab 6 Jahren
Regie: Benedikt Erlingsson
Mit: Halldóra Geirharðsdóttir, Jóhann Sigurðarson, Davíð Þór Jónsson, Charlotte Bøving, Hilmir Snær Guðnason

 

Ökofilmtour 2020 – Gundermann Revier

Im Anschluss an die Vorführung findet ein Filmgespräch mit der Regisseurin Grit Lemke und Conny Gundermann statt.

In ihrem Dokumentarfilm zeichnet die Filmemacherin Grit Lemke das Leben des berühmten singenden Baggerfahrers, Liedermachers, Rockers und Musikers Gerhard Gundermann nach. Dabei stellt sie sich auch die Frage, wie sein soziales Umfeld, seine Heimatregion, die Hoyerswerda-Lausitz, und vor allem auch die DDR Einfluss auf seine Musik und sein utopisches Weltbild genommen haben. Die Werke des 1998 verstorbenen Gundermann durchzieht dabei eine authentische Melancholie, die mit seiner sehr persönlichen Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Leben zusammenhängt. Auch die soziale und ökologische Realität des Lausitzer Braunkohlereviers vor und nach der Wiedervereinigung war ein bestimmendes Lebensthema Gundermanns. In den 1980ern galt er sogar als Sprachrohr der Lausitzer Bevölkerung. Seine Tätigkeit als Inoffizieller Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes ist aber ein kritisch zu sehender Aspekt seines Lebens. Doch eins ist sicher – Gundermanns Vermächtnis wirkt bis heute in Ostdeutschland, in der Musikwelt und auch in der Ökologie-Bewegung nach.

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Dokumentation – Deutschland 2019
Länge: 97 Minuten, FSK: ab 0 Jahren
Regie: Grit Lemke
Mitwirkende: Steffen Witschaß, Luise Franz, Conny Gundermann, Elke Förster, Ingo Dietrich, Rainer Westphal, Werner Schickor u.a.

Eintritt frei – Um Spenden für die Ökofilmtour wird gebeten.